M&A

Letter of Intent (LOI), Inhalt & Verbindlichkeit

Funktion eines LOI

Schafft Verhandlungsgrundlage, dokumentiert den Stand, ermöglicht intern und gegenüber Banken die Vorbereitung der nächsten Schritte.

Verbindliche und unverbindliche Teile

Eckdaten (Preis, Struktur) sind regelmäßig unverbindlich; Exklusivität, Vertraulichkeit, Kostentragung, Gerichtsstand sind bindend zu vereinbaren.

Exklusivität und Break-up-Fee

Exklusivität schützt Käufer vor parallelen Verhandlungen. Break-up-Fee bei Verstoß ist möglich, muss aber angemessen sein, um nicht als Vertragsstrafe unwirksam zu sein.

Typische Fallstricke

Versehentliche Bindung durch zu konkrete Formulierungen, Verstoß gegen Verhandlungstreue (culpa in contrahendo), Verletzung der Vertraulichkeit.

FAQ

Häufige Fragen

Ist ein LOI rechtlich verbindlich?

Nur in den ausdrücklich verbindlich gekennzeichneten Teilen. Wirtschaftliche Eckdaten sind in der Regel unverbindlich (subject to contract).

Was ist eine Break-up-Fee?

Pauschalierter Ausgleich für Aufwendungen, wenn eine Partei aus dem Prozess aussteigt. Im Mittelstand häufig 250.000–1.000.000 EUR; muss angemessen sein.

Wie lange läuft Exklusivität?

Üblich 4–12 Wochen, anschließend Verlängerungsoption. Käufer drängt auf längere, Verkäufer auf kürzere Dauer.

Ersetzt der LOI eine NDA?

Nicht zwingend. Häufig wird die NDA separat vorab geschlossen. Im LOI dann nur Bezugnahme oder Verschärfung.

Was kostet die LOI-Verhandlung?

Anwaltlich typisch 5.000–15.000 EUR netto je Seite. Bei strukturierten Bieterverfahren entsprechend höher.

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