Share Deal vs. Asset Deal
Definition
Beim Share Deal werden die Geschäftsanteile am Rechtsträger erworben, beim Asset Deal nur einzelne Vermögensgegenstände, Verträge und Verbindlichkeiten. Share Deal ist transaktionsschnell und überträgt Verträge automatisch, Asset Deal isoliert Risiken, wirft aber Zustimmungspflichten, § 613a BGB und Bestimmtheitsanforderungen auf.
Vergleich der wichtigsten Aspekte
| Aspekt | Share Deal | Asset Deal |
|---|---|---|
| Vertragsübergang | automatisch mit Rechtsträger | einzeln, häufig mit Zustimmung Dritter |
| Altverbindlichkeiten | bleiben im Rechtsträger | isolierbar, aber § 25 HGB beachten |
| Mitarbeiter | bleiben beim Rechtsträger | Übergang nach § 613a BGB |
| Form | Notariell bei GmbH-Anteilen | Komplexer, Bestimmtheitsgrundsatz |
| Steuer Käufer | Kein Step-Up | Step-Up auf Buchwerte möglich |
Begriffliche Abgrenzung
- Carve-Out
- Vorgelagerte Ausgliederung von Geschäftsteilen, bevor ein Share Deal stattfindet.
Ein Mittelständler kauft eine Sparte eines Konzerns. Wegen identifizierter Compliance-Altlasten wird ein Asset Deal mit klar umrissenem Umfang gewählt, Altrisiken bleiben beim Verkäufer.
Verwandte Begriffe
Due Diligence
Die Due Diligence ist die strukturierte Prüfung eines Zielunternehmens vor einer Transaktion. Sie umfasst regelmäßig Legal, Tax, Financial, Commercial, IT und ESG, läuft über einen Datenraum und mündet in Findings, die unmittelbar in Kaufpreisanpassungen, Garantien, Freistellungen und Closing-Bedingungen einfließen.
Letter of Intent
Der Letter of Intent dokumentiert die wesentlichen Eckpunkte einer geplanten Transaktion vor der eigentlichen Vertragsverhandlung. Er ist überwiegend unverbindlich, einzelne Klauseln wie Vertraulichkeit, Exklusivität, Kostentragung und Break-up-Fee sind jedoch regelmäßig bindend ausgestaltet.
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Stand: 7.6.2026 · Begriff im Glossar (15 Einträge)